Die Arbeitslosenquote ist weiter gesunken, was zu einer Erhöhung der Löhne und somit auch der Preise führen sollte. Einige Volkswirtschaften müssten sich zudem, nach gängigen Schätzungen, einer Vollauslastung nähern. Tun sie aber nicht. Es scheint zwar, als wären die letzten Hürden überwunden, warum aber der große Richtungswechsel ausbleibt, darüber streitet sich die Fachwelt. Weiterlesen

Die jüngsten Prognosen sehen eine leichte Abschwächung der europäischen Wirtschaft voraus. Darüber hinaus liegt die Inflation noch immer unter dem Zielwert der EZB von zwei Prozent. In der Eurozone beträgt sie im März 1,3 Prozent, in Deutschland 1,6 Prozent. Eine nachhaltige Steigerung in diesem Bereich hatte Draghi zur Bedingung für den Ausstieg aus den Anleihekäufen gemacht. Momentan kauft die EZB für monatlich 30 Milliarden Euro vor allem Staatsanleihen. Demnächst muss die Notenbank entscheiden, wie es mit diesen Käufen über den September hinaus weitergeht. Weiterlesen

Insgesamt scheint die Zentralbank die Märkte auf einen bevorstehenden Ausstieg aus der ultralockeren Geldpolitik vorbereiten zu wollen. Das jedenfalls lesen Analysten aus der Mitteilung zum Zinsentscheid heraus. Bei der Bekanntgabe der Beschlüsse verzichtete die EZB auf die zuletzt übliche Formulierung, dass die Notenbank ihre milliardenschweren Anleihenkäufe ausweiten könnte, sollten sich die Rahmenbedingungen verschlechtern. Weiterlesen

Es gibt wenig Zweifel daran, dass die Zinsen steigen werden. Offen ist jedoch, wann, wie schnell und wie stark dies geschehen wird. Die Risiken, die von dieser Wende ausgehen, sind enorm. Weiterlesen

Auch im Jahre 2018 bleibt es spannend, denn die extrem expansive Kombination von Nullzinsen und Anleihekäufen ist immer noch eine Notfallmaßnahme, für welche die Rechtfertigung abhandengekommen ist. Dies ist aber keine nachhaltige Lösung. Zudem wird die Euro-Schwächung im Verhältnis zum US-Dollar das Problem des deutschen Leistungsbilanzüberschusses weiter verschärfen. Weiterlesen

Die letzte Sitzung der Europäischen Zentralbank (EZB) zur aktuellen Geldpolitik wurde mit deutlich höherer Spannung erwartet als die vorhergehenden. Es stand die Frage im Raum, ob EZB-Chef Mario Draghi es seiner amerikanischen Notenbankkollegin gleichtun und den Ausstieg aus der ultralockeren Geldpolitik einläuten werde. Weiterlesen

Das Ergebnis der Bundestagswahl 2017 bleibt zunächst ohne Auswirkung auf die Finanzmärkte. Zwar wird das Ergebnis durchaus Einfluss auf die nationale und europäische Politik nehmen, vorerst nicht aber auf die wirtschaftlichen Rahmendaten. Weiterlesen

Das Bundesverfassungsgericht hat jüngst getrieben von drei Verfassungsbeschwerden entschieden, dass das Anleihenprogramm jenseits der Befugnisse der EZB liegt. Aus Sicht des Gerichtes habe die EZB mit ihrem Anleihen Wirtschaftspolitik betrieben, was wiederum ausschließlich Aufgabe der nationalen Finanzministerien ist.

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Neuigkeiten von der Europäischen Zentralbank (EZB) waren auf der Sitzung in Tallinn zu vernehmen. Zwar gab Mario Draghi keine grundlegende Änderung seiner lockeren Geldpolitik bekannt. Doch nachdem auf den letzten Sitzungen keinerlei Indizien für einen Wandel zu vernehmen waren, gab es nun erstmals ein minimales Anzeichen dafür beim Ausblick auf die wirtschaftliche Entwicklung. Durch das Weglassen einer Formulierung in ihrer Erklärung zur zukünftigen Entwicklung schließt die EZB eine erneute Senkung des Leitzinses aus. Weiterlesen

Zuerst der Brexit, dann der Ausgang der US-Wahl – vielen dürfte ein Stein vom Herzen gefallen sein, dass das Ergebnis der französischen Präsidentschaftswahl so ausfiel, wie von der Mehrheit der Experten vermutet. Der Sieg des parteilosen Emmanuel Macron lies den Finanzmarkt entsprechend ruhig reagieren. Macron will die französische Wirtschaft stärken. Aufgrund der Schwäche französischer Anleihen in der Vergangenheit hatte die französische Zentralbank und auch US-amerikanische Anleihen mit Aufschlägen belegt, um diese für Investoren unattraktiver zu gestalten. Diese Strategie dürfte nunmehr zurückgefahren werden. Weiterlesen