Wegen der Krisenpolitik in der Corona-Pandemie erhöht die Bundesbank die Risikovorsorge deutlich. Für 2020 weist sie lediglich ein ausgeglichenes Jahresergebnis aus.

Die Europäische Zentralbank erwartet in den nächsten Monaten deutlich steigende Preise – allerdings nur für einen kurzen Zeitraum.  Vorübergehende Preisanstiege ließen sich „auf eine Vielzahl temporärer Faktoren zurückführen, die allesamt keinen Einfluss auf die mittelfristige Inflationsdynamik haben dürften“. In den nächsten Jahren werde die Inflation deutlich unter dem angestrebten Ziel von zwei Prozent bleiben.

Gerade in der deutschen Öffentlichkeit ist die Sorge verbreitet, dass die hohen Staatsausgaben im Kampf gegen die Corona-Pandemie, gepaart mit der lockeren Geldpolitik der EZB, eine Preisspirale in Gang setzen könnten.

Auch in den USA wird angesichts der gigantischen Stützungsprogramme der neuen Regierung über einen möglichen Inflationsschub diskutiert.

Die Währungshüter der EZB halten trotz des jüngsten Anstiegs von Staatsanleihe-Renditen der Euro-Länder das Gesamtvolumen ihres Krisen-Kaufprogramms immer noch für ausreichend. Es habe unter den Teilnehmern der März-Zinssitzung breite Übereinstimmung gegeben, den Kaufrahmen des Notfallprogramms PEPP nicht in Zweifel zu ziehen, hieß es im Protokoll der letzten Sitzung.

Einer Erhöhung der Kaufgeschwindigkeit stimmten die Euro-Wächter unter der Voraussetzung zu, dass diese künftig auch wieder verringert werden könne, wie aus der Mitschrift der Diskussionen hervorgeht.

Die Europäische Zentralbank hatte im März beschlossen, das Tempo ihrer PEPP-Anleihenkäufe im zweiten Quartal deutlich zu erhöhen im Vergleich mit den ersten Monaten des Jahres. Den anvisierten Kaufrahmen des Programms von 1,85 Billionen Euro tasteten sie aber nicht an.

Auch an den Leitzinsen, die seit März 2016 auf dem Rekordtief von 0,0 Prozent liegen, rüttelte sie nicht. Mit dem höheren Tempo will die EZB den jüngsten Anstieg der Renditen von Staatsanleihen der Euro-Länder eindämmen. Diese dienen Banken als Orientierungshilfe, wenn sie die Zinskonditionen für Kredite festlegen. Eine Verschärfung der Finanzierungsbedingungen inmitten der Pandemie will die Notenbank aber vermeiden.

„Es wurde unterstrichen, dass die im PEPP eingebaute Flexibilität symmetrisch ist, woraus folgt, dass das Kauftempo je nach Marktbedingungen erhöht und gesenkt werden kann“, hieß es im Protokoll. Sollte es möglich sein, günstige Finanzierungsbedingungen zu bewahren, ohne den gesamten Kaufrahmen zu nutzen, müsse dieser nicht voll ausgeschöpft werden.

Auf der Sitzung wurde zudem angemerkt, dass der EZB-Rat den Eindruck vermeiden müsse, er fokussiere sich zu stark auf die Renditen von Staatsanleihen oder er reagiere mechanisch auf Veränderungen von Kennzahlen zu den Finanzierungsbedingungen.

Die Flexibilität der Anleihenkäufe und der entsprechenden Erhöhungen oder Senkungen werden wir in den kommenden 6 Monaten mit Spannung beobachten. Hier zeichnet sich aktuelle eine seitwärts flach verlaufende Zinskurve für die Kreditvergabe im Immobilienmarkt ab.

Wir empfehlen daher unseren Kunden weiterhin das Zinsniveau sich langfristig zu sichern, um eine längere Planungssicherheit zu haben.

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