Der bevorstehende Wechsel an der Spitze der Europäischen Zentralbank (EZB) wirft seine Schatten voraus. Einige Währungshüter hätten Vorbehalte, mit erforderlichen Änderungen am Zinsausblick schon bereits geldpolitische Weichen für einen Nachfolger von EZB-Präsident Mario Draghi zu stellen, sagten vier mit den Überlegungen vertraute Personen.

Draghi scheidet Ende Oktober nach acht Jahren aus dem Amt. Aktuell stellt die Notenbank in Aussicht, ihre Schlüsselzinsen noch bis mindestens „über den Sommer“ hinaus nicht anzutasten. Die Finanzmärkte sind dagegen skeptischer. Dort wird wegen der Wachstumsabkühlung im Euro-Raum erst 2020 mit der ersten Zinserhöhung seit 2011 gerechnet.

„Nicht zu wissen, wer der nächste Präsident ist, ist sehr stark der Grund für unser Zögern“, sagte einer der Insider. „Normalerweise wäre das kein Thema, aber Draghi ist so eine starke Persönlichkeit, da fällt es recht schwer, sich über seine Amtszeit hinaus festzulegen.“

Die EZB lehnte eine Stellungnahme zu den Informationen ab. Sie hält ihren Leitzins bereits seit März 2016 auf dem Rekordtief von 0,0 Prozent. Der Einlagensatz liegt seitdem sogar bei minus 0,4 Prozent. Banken müssen somit Strafzinsen zahlen, wenn sie über Nacht bei der EZB Geld parken.

Wir empfehlen daher unseren Kunden eine lange Zinssicherung!