Der Druck der EZB steigt

Nach der jüngsten Entwicklung der Inflation erhöht sich der Druck auf die EZB und deren Präsident Mario Draghi. Die Rufe nach einer Zinswende werden immer lauter, vor allem aus Deutschland.

Ernsthafte Erwartungen an ein Ende der ultraexpansiven Geldpolitik gibt es unter Volkswirten allerdings nicht. Es wäre zu früh für die EZB, dem Beispiel der FED zu folgen und eine Wende einzuläuten. Zwar lag die Entwicklung der Inflation in den vergangenen Wochen und Monaten über den Erwartungen und es wurde auch erstmals an der Zielmarke von knapp unter zwei Prozent gekratzt, allerdings ist fraglich, ob diese Entwicklung als nachhaltig zu betrachten ist.
Als Grund für die positive Entwicklung der Inflation wird der extrem angestiegene Rohölpreis gesehen. Ein Fass Brent Rohöl ist derzeit etwa doppelt so teuer wie Anfang des Jahres 2017. Allerdings verharrt die Kerninflation schon seit vielen Monaten unter einem Prozent. Dies spricht klar für ein Beibehalten des derzeitigen Kurses, obgleich dieser bereits gelockert wurde.

Klares Statement der EZB

EZB Präsident Mario Draghi hat in der vergangenen Pressekonferenz klargestellt, dass der derzeitige Kurs der expansiven Geldpolitik fortgeführt wird. Auch können die zuletzt reduzierten Anleihekäufe bei Bedarf wieder ausgeweitet werden.

Die zuletzt gemessene Inflation führt Mario Draghi auf die gestiegenen Energiepreise zurück. Der Preisdruck im Allgemeinen habe sich aber nicht geändert, auch liegen keine Anzeichen dafür vor, die diesen Eindruck erwecken könnten.  Der EZB-Rat wartet vielmehr auf belastbare Indizien, die zu einem signifikanten Handeln führen könnten.

Wenn man die Wortwahl von Mario Draghi etwas genauer betrachtet, so kann man durchaus ein positives Signal deuten. So sagte er beispielsweise auch, dass sich die wirtschaftliche Situation in der Eurozone durchaus verbessert hätte, wie auch die der Weltwirtschaft. Auf dieser Basis hat die EZB jüngst beschlossen, die Referenzzinssätze unverändert zu lassen.

Die EZB untermauert ihre Haltung

In der vergangenen Woche hat Mario Draghi nochmals klargestellt, dass die EZB an ihrem derzeitigen Kurz festhält. Dieser Aussage folgten auch unmissverständliche Taten.

In der Woche bis zum 17. März kaufte die EZB öffentliche Schuldentitel im Umfang von 16,03 Milliarden Euro. In der Vorwoche waren es lediglich 15,57 Milliarden Euro. Jetzt kann man natürlich von einem marginalen Plus angesichts des massiven Volumens sprechen. Wenn man aber die grundsätzliche Entscheidung die Anleihekäufe zurückzufahren und die klaren Worte der letzten Pressekonferenz gewichtet, setzt die EZB durch den Anstieg des Volumens ein klares Signal für alle Zweifler: Wir halten an unserem Kurs fest.

Zwar hat sich die wirtschaftliche Situation in der Eurozone verbessert, so ist in einzelnen Ländern die Inflationsrate sogar über den Zielsatz von 2,0 Prozent geklettert. Eine Verzerrung der Teuerungsrate durch die hohen Energiepreise gilt als eindeutig. Die teilweise massiven Unterschiede in der Inflationsrate einzelner Länder tut ihr Übriges. Die EZB wird sukzessive ihre Anleihekäufe wie angekündigt zurückfahren. Ein kurzfristiger Stop bleibt aber nach wie vor unwahrscheinlich.

Den Zinstrend schätze ich derzeit für 2017 so ein, dass die Zinsen höchstwahrscheinlich wieder steigen werden um bis zu 0,50%. Ich empfehle daher meinen Kunden sich die derzeit günstigen Zinsen möglichst lange zu sichern.


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